Zwei Welten auf einer Insel
Kaum ein Hamburger Stadtteil ist elektrotechnisch so zweigeteilt wie Wilhelmsburg. Im Nordwesten liegt das Reiherstiegviertel, das ab Ende der 1880er Jahre als hafennahes Arbeiterwohnquartier entstand und bis heute von Geschosswohnungsbauten der Jahrhundertwende bis zur Zwischenkriegszeit geprägt ist — darunter viele Genossenschaftsbauten und frühere Werkswohnungen. In diesen Beständen ist die Elektroinstallation der eigentliche Knackpunkt: Sie stammt häufig aus einer Zeit, in der ein Stromkreis pro Wohnung als ausreichend galt.
Auf der anderen Seite steht alles, was seit dem „Sprung über die Elbe“ und der Internationalen Bauausstellung 2013 entstanden ist. Diese Gebäude bringen moderne Haustechnik mit — hier geht es selten um Nachrüstung, sondern um Erweiterung: zusätzliche Ladepunkte, Netzwerktechnik, Steuerung von Licht und Beschattung.
Dazwischen liegen große Wohnsiedlungen und ein Stadtteil, der als Hamburgs flächenmäßig größter kein einzelnes Zentrum hat. Für uns bedeutet das: Es gibt keine Standardlösung für Wilhelmsburg. Wir sehen uns die Anlage an, bevor wir etwas vorschlagen.